Verkehrsrecht

Das Verkehrsrecht ist ein äußerst komplexes Rechtsgebiet, welches aus einer Vielzahl von Vorschriften des öffentlichen und privaten Rechts besteht. Es umfasst alle rechtlichen Bestimmungen im Zusammenhang mit der Fortbewegung von Personen und Gütern.

Das öffentliche Verkehrsrecht beinhaltet Vorschriften des Verkehrsverwaltungsrechts, wie beispielsweise die Erteilung oder der Entzug einer Fahrerlaubnis sowie die Anordnung von medizinisch psychologischen Untersuchungen. Ebenso umfasst es das Verkehrsstraf- und -bußgeldrecht, das beispielsweise Bußgeldbescheide für Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Strafverfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort regelt.

Das private Verkehrsrecht lässt sich in das Verkehrsvertragsrecht und das Verkehrshaftungsrecht unterteilen. Das Verkehrsvertragsrecht behandelt Verträge wie den Frachtvertrag oder den Kaufvertrag für ein Fahrzeug und die daraus resultierenden Streitigkeiten. Das Verkehrshaftungsrecht ist besonders relevant, da die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen nach einem Verkehrsunfall eine häufige Situation darstellt. Geschädigte sind oft nicht über ihre Ansprüche gegenüber dem Unfallgegner oder dessen Kfz-Haftpflichtversicherung informiert, einschließlich Ansprüche wie etwa der Haushaltsführungsschaden.

Es ist auch vielen Geschädigten nicht bekannt, dass die gegnerische Haftpflichtversicherung nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall die Rechtsanwaltskosten des Geschädigten übernehmen muss. Die Hinzuziehung eines Rechtsanwalts ist daher auch ohne eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll, um die eigenen Interessen zu wahren und eine angemessene Entschädigung zu erhalten.